Quarantänebecken einrichten: Neuzugänge sicher eingewöhnen
- Rubrik
- Koi & Teichbewohner
- Veröffentlicht am
- 27. März 2026
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Der gefährlichste Tag im Leben eines Teichs ist der Tag, an dem ein neuer Fisch einzieht. Parasiten und Viren reisen unsichtbar mit, und ein einziger unbedachter Besatz kann einen jahrelang stabilen Bestand kippen. Ein Quarantänebecken ist deshalb keine Ausrüstung für Züchter, sondern Grundausstattung für jeden, der Koi zukauft.
Becken dimensionieren: einfach, aber nicht winzig
Für ein bis drei Jungkoi genügen 500 bis 1.000 Liter, etwa als stabiler IBC-Behälter oder faltbarer Quarantänetank. Dazu kommen ein eingefahrener Schwammfilter, kräftige Belüftung, ein Thermometer und zwingend ein Abdecknetz: gestresste Koi springen, und sie springen erstaunlich hoch. Ein Sichtschutz an den Wänden nimmt zusätzlichen Stress.
Quarantänedauer planen: vier Wochen sind das Minimum
Vier bis sechs Wochen bei Wassertemperaturen über 15 Grad gelten als verlässlicher Rahmen, denn viele Erreger zeigen sich erst im warmen Wasser. Beobachten Sie täglich Verhalten und Haut, messen Sie zweimal wöchentlich Nitrit und wechseln Sie wöchentlich 20 bis 30 Prozent des Wassers. Behandlungen gehören nur nach Befund ins Becken, nicht auf Verdacht; im Zweifel entscheidet eine fischkundige Tierarztpraxis, dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung.
Vier Wochen Geduld am Quarantänebecken sind billiger als ein einziger Erreger im Hauptteich.
Eingewöhnung abschließen
Der Umzug in den Teich gelingt so:
- Temperaturen beider Gewässer auf zwei Grad angleichen;
- den Fisch ohne Transportwasser umsetzen;
- die ersten Tage gezielt bei der Fütterung beobachten;
- das Quarantänebecken danach reinigen und trocken lagern.
Wer das Becken übrig hat, gewinnt nebenbei ein Krankenrevier für Notfälle, in dem sich ein auffälliges Tier beobachten lässt, ohne den ganzen Teich zu behandeln. Allein dafür lohnt sich der Platz hinter der Garage.