Herbstlaub am Teich: Netz, Skimmer und der richtige Zeitpunkt
- Rubrik
- Natur & Wasserökologie
- Veröffentlicht am
- 16. Juli 2026
- Lesezeit
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Jedes Blatt, das im Teich versinkt, wird zu Mulm, und Mulm ist das Sparbuch der Algen: er sammelt über Winter Nährstoffe, die im April ausgezahlt werden. Ein einziger großer Ahorn kann ein kleines Gewässer pro Herbst mit mehreren Kilo Laub beliefern. Das Laubmanagement ist deshalb die günstigste Algenvorsorge des ganzen Jahres.
Laubnetz spannen: früh, straff und mit Gefälle
Das Netz kommt vor dem ersten Laubfall über das Wasser, je nach Region Ende September bis Mitte Oktober. Spannen Sie es leicht schräg über eine Mittelstütze, etwa eine quer gelegte Dachlatte: Blätter rutschen dann an den Rand statt in der Mitte durchzuhängen und ins Wasser zu tauchen. Maschenweiten um 20 Millimeter halten auch Nadelstreu zurück.
Skimmer einsetzen: die schwimmende Ergänzung
Wo Netze stören oder der Teich zu groß ist, sammelt ein Schwimmskimmer die Blätter, bevor sie sich vollsaugen und sinken. Er arbeitet nur, solange das Laub schwimmt, also in den ersten Stunden; ein täglicher Korbcheck im Oktober gehört dazu. Auch der Kescher bleibt ein ehrliches Werkzeug: fünf Minuten am Abend genügen bei kleinen Teichen völlig.
Laub im Netz ist Dünger für das Beet. Laub am Teichgrund ist Dünger für die Algenblüte im nächsten Frühjahr.
Zeitpunkt für den Abbau
So endet die Saison sauber:
- Netz nach dem letzten Laubfall abnehmen, meist Ende November;
- Restlaub vom Grund keschern oder absaugen;
- gesammeltes Laub als Mulch unter Hecken verwerten;
- angrenzende Stauden erst jetzt zurückschneiden.
Bleibt das Netz zu lange liegen, drückt der erste Schnee es doch ins Wasser. Wer im November abräumt, startet im März mit klarem Grund und einem deutlich kürzeren Frühjahrsputz.