Teichfolie verlegen ohne Falten: Vlies, Verbund und saubere Ränder
- Rubrik
- Teichbau & Gartengestaltung
- Veröffentlicht am
- 08. Apr. 2026
- Lesezeit
- 7 Min. Lesezeit
Die Folie ist das einzige Bauteil des Teichs, das niemals wieder bequem zugänglich sein wird. Entsprechend lohnt es sich, hier weder beim Material noch bei der Verlegezeit zu sparen. EPDM-Folie mit 1,0 bis 1,2 Millimetern Stärke hält 30 Jahre und bleibt auch bei fünf Grad verlegbar; PVC ist günstiger, wird bei Kälte aber störrisch.
Foliengröße berechnen: die einfache Formel
Länge der Folie gleich Teichlänge plus zweimal Tiefe plus ein Meter Rand, dasselbe für die Breite. Ein Teich von fünf mal vier Metern mit 1,50 Metern Tiefe braucht also eine Bahn von neun mal acht Metern. Bestellen Sie lieber einen halben Meter mehr: ein knapper Rand lässt sich durch nichts retten.
Vlies und Untergrund: der unsichtbare Schutz
Unter die Folie gehört ein Geovlies von mindestens 300 Gramm je Quadratmeter, auf steinigen Böden 500 Gramm. Es schützt vor Wurzeln, Scherben und dem einen Kieselstein, den jede noch so sorgfältige Sohle behält. An senkrechten Wänden hält ein zweiter Vliesstreifen die Bahn beim Befüllen in Position.
Falten verschwinden nicht unter Wasser, sie sammeln nur Schlamm. Jede Minute Faltenlegen beim Verlegen spart Jahre Ärger beim Reinigen.
Falten legen statt Falten hoffen
So bleibt die Fläche ruhig:
- Folie bei mindestens 15 Grad Lufttemperatur entspannen lassen;
- mit wenigen großen Kehrfalten arbeiten, nie mit vielen kleinen;
- den Teich in Etappen füllen und die Folie dabei nachziehen;
- Ränder erst nach zwei Tagen Setzzeit endgültig einfassen.
Zum Schluss die Folie hinter der Kapillarsperre senkrecht abschließen und erst dann abschneiden. Ein Rand, der eine Handbreit übersteht, hat schon manchen Planungsfehler still ausgeglichen.