Teichrand gestalten: Kapillarsperre, Ufermatte und bepflanzte Kanten
- Rubrik
- Teichbau & Gartengestaltung
- Veröffentlicht am
- 19. Mai 2026
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Der Rand entscheidet darüber, ob ein Teich wie gebaut oder wie gewachsen aussieht. Er entscheidet aber auch über den Wasserstand: ohne Kapillarsperre saugen Rasen und Beet den Teich über den Sommer leer, Millimeter für Millimeter, ohne dass ein Leck zu finden wäre.
Kapillarsperre bauen: die Wasserbremse am Ufer
Führen Sie die Folie am Rand senkrecht nach oben, etwa zehn Zentimeter über den Wasserspiegel, und lassen Sie sie hinter einer Kante aus Erde oder Stein wieder abtauchen. Diese simple Schikane unterbricht den Kapillarzug. Wer es unsichtbar mag, verwendet fertige Uferprofile aus Aluminium, die zugleich eine gerade Rasenkante ergeben.
Ufermatte einsetzen: die Folie verschwinden lassen
Nackte Folie über der Wasserlinie wird spröde und bleibt hässlich. Eine verschweißte oder mit Folienkleber gesetzte Ufermatte beschattet die Folie, speichert Feuchtigkeit und lässt sich mit Taschen für Pflanzen bestücken. Nach einer Saison ist von der schwarzen Bahn nichts mehr zu sehen.
Ein gutes Ufer erkennt man daran, dass niemand fragt, wo der Teich aufhört und der Garten anfängt.
Kanten bepflanzen: robust vor spektakulär
Bewährte Randbepflanzung für normale Gartenteiche:
- Pfennigkraut als schneller, trittfester Lückenfüller;
- Sumpfdotterblume für den ersten Farbtupfer im April;
- Blutweiderich als hohe, insektenfreundliche Kulisse;
- Zwergbinse dort, wo die Matte kahl bleibt.
Arbeiten Sie in kleinen Gruppen von drei bis fünf Pflanzen statt in Einzelstücken, und gießen Sie die Neupflanzung in den ersten Wochen von Hand an, denn die Matte trocknet oberhalb der Wasserlinie schneller aus, als man denkt. Der Rand wächst dann in einem Jahr zu, und die Kapillarsperre bleibt darunter trotzdem trocken, genau so, wie sie es soll.