UVC-Klärer richtig einsetzen: Wattzahl, Standort und Wechselintervall
- Rubrik
- Teichtechnik & Smart Garden
- Veröffentlicht am
- 28. Mai 2026
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Grünes Wasser ist kein Schmutzproblem, sondern eine Schwebealgenblüte, und gegen sie ist der UVC-Klärer das wirksamste Einzelgerät am Teich. Er verklumpt die Algenzellen mit ultraviolettem Licht, sodass der Filter sie endlich fassen kann. Falsch betrieben ist er allerdings nur ein Heizstab mit Steckdose.
Wattzahl bestimmen: nach Volumen und Besatz
Für Gartenteiche ohne Fische genügen 1 bis 2 Watt je 1.000 Liter. Bei Koibesatz und voller Sonne rechnen Sie mit 3 bis 5 Watt je 1.000 Liter: ein 20.000-Liter-Koiteich landet damit bei 55 bis 75 Watt. Zu schwache Geräte bestrahlen die Algen, ohne sie zu schädigen, und der einzige messbare Effekt bleibt auf der Stromrechnung.
Standort und Durchfluss: langsam durchs Licht
Der Klärer gehört zwischen Pumpe und Filter, damit die verklumpten Algen sofort abgeschieden werden. Entscheidend ist die Kontaktzeit: läuft das Wasser zu schnell am Strahler vorbei, sinkt die Wirkung drastisch. Als Richtwert gilt das Doppelte der Wattzahl als maximaler Durchfluss in Litern je Minute, ein 55-Watt-Gerät verträgt also etwa 6.600 Liter je Stunde.
Eine UVC-Lampe leuchtet jahrelang, wirksam ist sie nur ein Jahr. Das Auge sieht Licht, das Wasser sieht keines mehr.
Wartung im Jahresrhythmus
Damit die Wirkung bleibt:
- Lampe jede Saison tauschen, spätestens nach 8.000 Betriebsstunden;
- Quarzglas beim Tausch entkalken und auf Risse prüfen;
- Dichtungen fetten, das Gehäuse frostfrei einwintern;
- im Frühjahr ab 12 Grad Wassertemperatur wieder zuschalten.
Schalten Sie den Klärer während der Einfahrphase eines neuen Filters übrigens ab: er würde sonst auch die frei schwebenden Starterbakterien treffen, die das System gerade aufbauen soll.